Hamburgs Untergrund erzählt eine doppelte Geschichte: die sandigen Geestrücken im Norden und die weichen Marschböden entlang der Elbe. Wer hier verdichtet, kämpft gegen Setzungen, die schon den Speicherstadt-Bau im 19. Jahrhundert vor extreme Herausforderungen stellten. Die Bemessung der Rütteldruckverdichtung liefert die Antwort auf heterogene Baugründe, indem sie locker gelagerte Sande und Kiese gezielt verfestigt. Unser Team greift auf Erfahrungen aus Dutzenden Projekten in Wilhelmsburg und der HafenCity zurück, wo der mittlere Grundwasserstand bei nur 1,5 m unter GOK oft die Taktung vorgibt. Bevor der Tiefenrüttler ansetzt, klären wir mit einer Korngrößenanalyse die Sieblinie ab – das ist der erste Schritt einer sauberen Verdichtungsprognose.
In Hamburgs Marsch entscheidet der Rasterabstand des Tiefenrüttlers über Jahrzehnte Setzungsfreiheit.
Arbeitsumfang in Hamburg

Risiken und Überlegungen in Hamburg
Der Tiefenrüttler – ein Schleusenrüttler mit 130 kW Antriebsleistung und bis zu 60 Hz Schwingfrequenz – ist das Arbeitspferd auf Hamburgs Baustellen. Hängt er im Marschboden, spürt der Rüttelmeister sofort, ob die Mantelreibung nachlässt: ein Signal, dass organische Linsen den Kraftschluss stören. Ohne saubere Bemessung der Rütteldruckverdichtung droht eine unvollständige Verdichtung, die erst Jahre später als differentielle Setzung unter der Bodenplatte sichtbar wird. Wir dokumentieren jeden Meter Ziehgeschwindigkeit und Stromaufnahme digital und gleichen die Werte in Echtzeit mit dem Sollprofil ab. Gerade im Hamburger Baugrund mit seinen begrabenen Prielen und Rinnen ist die laufende Verfahrenskontrolle der Filter, der die teuren Überraschungen abfängt.
Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?
Antwort innerhalb von 24h.
Unsere Leistungen
Die Bemessung der Rütteldruckverdichtung gliedern wir in drei Leistungsphasen, die direkt auf Hamburgs Baugrund zugeschnitten sind:
Verdichtbarkeitsstudie und Sondierkampagne
CPT-Sondierungen entlang des geplanten Rüttelrasters, kombiniert mit Sieblinien und Wassergehaltsbestimmungen, um die Verdichtbarkeit nach Wehr 1993 zu prognostizieren.
Ausführungsplanung und Rüttelprogramm
Festlegung von Rastergeometrie, Eindringtiefe, Ziehstufen, Spüldruck und Flügelbestückung – abgestimmt auf den konkreten Schichtaufbau unter Ihrer Baugrube.
Qualitätskontrolle und Abnahmeprüfung
Verdichtungskontrolle mittels Vorher-Nachher-CPT, Rammsondierung (DPL) und statischen Lastplattendruckversuchen; Aufmaß nach REB 23.003.
Häufig gestellte Fragen
Welche Korngrößen eignen sich für die Rütteldruckverdichtung in Hamburg?
Das Verfahren greift am besten bei Sanden und Kiesen mit einem Feinkornanteil (<0,063 mm) unter 10 %. In Hamburgs Geestböden sind das oft enggestufte Mittelsande. Bei höheren Schluffanteilen, wie im Elbschlick, muss auf Schottersäulen ausgewichen oder mit Vakuumverfahren gearbeitet werden.
Wie tief kann in Hamburgs Marsch verdichtet werden?
Die erreichbare Tiefe hängt vom Rüttlertyp und vom Grundwasser ab. Mit einem Schleusenrüttler (130 kW) erreichen wir in Hamburg typischerweise 15 m, in Sonderfällen bis 25 m unter Geländeoberkante. Die genaue Tiefe legt die Bemessung der Rütteldruckverdichtung anhand der Drucksondierung fest.
Was kostet eine Bemessung der Rütteldruckverdichtung in Hamburg?
Für eine belastbare Bemessung inklusive Sondierkampagne und Ausführungsplanung liegen die Kosten je nach Umfang zwischen €1.480 und €5.260. Der Preis richtet sich nach der Rasterfläche, der geforderten Tiefe und dem Umfang der Qualitätskontrolle.
Reicht eine Rammsondierung zur Verdichtungskontrolle aus?
Die Rammsondierung (DPL) liefert einen ersten Hinweis, aber für den Nachweis der Bemessung der Rütteldruckverdichtung ist der CPT zwingend. Er misst kontinuierlich Spitzendruck und Mantelreibung und erkennt selbst dünne, unverdichtete Zwischenlagen, die eine DPL übersehen würde.