Hamburgs Wetter ist hart zu Asphalt. Kaum eine andere Metropole in Deutschland vereint so viele Frost-Tau-Wechsel mit permanenter Feuchtigkeit – das prägt die Bemessung flexibler Fahrbahnen hier stärker als irgendwo sonst. Die Elbe, die Alster und unzählige Fleete sättigen den Unterbau. Wer in Harburg oder Wilhelmsburg eine neue Anliegerstraße plant, braucht nicht nur eine Körnungskurve, sondern ein System, das mit Setzungen, Porenwasser und weichem Klei unter der Tragschicht umgehen kann. Wir begleiten die Bemessung flexibler Fahrbahnen für Baustellen in der ganzen Metropolregion. Von der Frostschutzschicht bis zur Asphaltdecke: Ohne gesicherte Baugrunddaten gibt es keine RStO-konforme Dimensionierung. Das Labor arbeitet nach RAP Stra und den relevanten TP BF-StB-Prüfverfahren. Vor der ersten Fräse prüfen wir den Untergrund mit Plattendruckversuchen und ergänzen die Analyse mit Korngrößenanalysen aus dem Nasssiebverfahren, weil Feinsand und Tonlinsen in Hamburg jede Tragfähigkeitsberechnung verfälschen können.
Eine flexible Fahrbahn in Hamburg ist nur so stabil wie die Kalibrierung des Frostschutzkoffers auf den lokalen Klei und Torf.
Arbeitsumfang in Hamburg

Risiken und Überlegungen in Hamburg
Das Plattendruckgerät mit dem 300 mm Lastteller und der hydraulischen Presse ist auf Hamburgs Baustellen ein ständiger Begleiter. Nach jeder Überfahrt mit der Walze setzen wir die Messuhr an, fahren die Belastungsstufen und warten auf das Kriechmaß. Der gefährlichste Fehler passiert beim Ev2/Ev1-Verhältnis: Werte über 2,2 auf Marschböden zeigen oft eine unzureichende Nachverdichtung oder einen beginnenden Grundbruch unter der Lastplatte an. In Hamburg-Mitte, wo der Oberboden oft gestört ist und alte Bebauungsreste im Planum liegen, messen wir regelmäßig Setzungen, die erst nach einer Rüttelverdichtung in Kombination mit einem Bodenaustausch in den Griff zu bekommen sind. Ohne diese Kontrolle reißt die Asphaltdecke im ersten Winter auf.
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Unsere Leistungen
Unser Hamburger Prüfprogramm für die Bemessung flexibler Fahrbahnen deckt alle Schichten vom Unterbau bis zur Asphaltdecke ab:
Plattendruckversuche auf dem Planum
Bestimmung des Verformungsmoduls Ev2 direkt auf der Frostschutzschicht nach DIN 18134 zur Freigabe jeder Verdichtungslage.
CBR-Laborversuche für Tragschichten
Ermittlung des California Bearing Ratio an ungebundenen Gemischen, um die Schichtdicken rechnerisch an den Hamburger Baugrund anzupassen.
Korngrößenanalyse der Gesteinskörnungen
Nasssiebung nach DIN EN 933-1 zur Kontrolle der Sieblinie, damit die Frostsicherheit der Schottertragschicht gewährleistet ist.
Verdichtungskontrolle mit Sandkegelverfahren
Rückführbare Dichtebestimmung in situ mit dem Sandkegel-Verfahren, wenn Kernbohrungen im groben Schotterplanum an ihre Grenzen stoßen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine normgerechte Bemessung flexibler Fahrbahnen in Hamburg?
Die Kosten für ein komplettes Prüfpaket zur Bemessung flexibler Fahrbahnen liegen bei uns je nach Umfang und Anzahl der Prüffelder zwischen €1.350 und €4.820. Das beinhaltet Plattendruckversuche, CBR-Bestimmungen und die Korngrößenanalyse. Die genaue Summe hängt von der Anzahl der zu prüfenden Verdichtungslagen und der Größe des Baufelds ab.
Welche Richtlinie regelt die Dimensionierung flexibler Fahrbahnen in Hamburg?
Die Dimensionierung erfolgt nach der RStO 12 der FGSV. Für den konkreten Schichtenaufbau in Hamburg müssen zusätzlich die ZTV E-StB 17 und die TP BF-StB für die Prüfverfahren beachtet werden. Die örtlichen Baugrundverhältnisse mit Klei und Torf erfordern oft eine rechnerische Anpassung der RStO-Tafeln.
Warum ist der Plattendruckversuch auf Hamburger Marschböden so entscheidend?
Der Plattendruckversuch zeigt sofort, ob der Untergrund die geforderte Tragfähigkeit erreicht hat. In den Vier- und Marschlanden mit ihren setzungsempfindlichen Böden verhindert nur eine Ev2/Ev1-Kontrolle unter 2,2, dass später Spurrillen und Risse in der Asphaltdecke auftreten. Eine reine Dichtekontrolle ohne Verformungsmodul genügt hier nicht.