In Hamburg begegnen uns auf fast jeder Baustelle die gleichen kritischen Schichten: Klei, Torf und Beckenschluffe unter einer dünnen Sandauflage. Gerade bei Hinterfüllungen und Leitungsgräben in Wilhelmsburg oder der HafenCity, wo der Grundwasserspiegel oft nur 1,5 m unter GOK liegt, entscheidet die erzielte Lagerungsdichte über die spätere Setzungsfreiheit. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liefert hier den direkten Nachweis, dass der eingebaute Boden den geforderten Verdichtungsgrad tatsächlich erreicht hat – ein Wert, den ein reiner Proctor-Versuch im Labor allein nicht garantieren kann. Wir setzen das Verfahren seit Jahren im Hamburger Raum ein, vom sandigen Geesthang in Blankenese bis zu den aufgefüllten Beckenlagen in Hammerbrook, und kennen die Tücken der örtlichen Schüttmaterialien. Die Prüfung erfolgt nach DIN 18125-2 und ist als zerstörungsarmer Direktversuch unverzichtbar für die Abnahme von Tragschichten und Verfüllungen, bevor der Oberbau folgt.
Ein Proctorwert allein sagt nichts über den Einbau – erst die Felddichtebestimmung beweist, dass die Walze den geforderten DPr-Wert erreicht hat.
Arbeitsumfang in Hamburg

Risiken und Überlegungen in Hamburg
Ein klassischer Fehler auf Hamburger Baustellen ist das Prüfen direkt nach dem Abwalzen ohne ausreichende Vergleichmäßigung des Porenwasserdrucks. In den bindigen Marschböden führt das zu fälschlich niedrigen Dichten, weil das eingeschlossene Wasser die Kornumlagerung verhindert. Ein anderer Punkt: Wer bei sandigen Auffüllungen auf ein reines Lastplattendruckgerät vertraut, übersieht oft, dass der EV2-Wert zwar die Steifigkeit, nicht aber die Dichte erfasst – beides korreliert nicht zwingend. Die Felddichtebestimmung schließt diese Lücke und dokumentiert, ob das Material tatsächlich lagenweise mit der geforderten Energie verdichtet wurde. Wird dieser Nachweis versäumt, drohen ungleiche Setzungen, die bei einem Streifenfundament im Bereich einer ehemaligen Fleetverfüllung schnell zu Rissen im aufgehenden Mauerwerk führen, besonders wenn später ein flexibler Belag auf die Bodenplatte aufgebracht wird und die Verformung überträgt.
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Unsere Leistungen
Unser Prüfspektrum rund um die Verdichtungskontrolle deckt den gesamten Ablauf vom Labor bis zur Baustelle ab. Wir bieten folgende Kernleistungen in Hamburg und dem nördlichen Umland an:
Felddichtebestimmung (Sandkegel)
Direkte Dichtebestimmung in situ nach DIN 18125-2. Einsetzbar auf allen Hamburger Baustellen mit rolligen und gemischtkörnigen Böden bis 63 mm Größtkorn.
Proctorversuch im Labor
Ermittlung der Referenzdichte (Proctordichte) nach DIN 18127 als unverzichtbare Grundlage für jeden DPr-Vergleichswert vor Ort.
Verdichtungsgrad-Dokumentation
Lückenlose rechnerische und grafische Auswertung des DPr-Wertes mit Zuordnung zu Baulos und Einbaulage, abgestimmt auf die Anforderungen der Hamburger Bauaufsicht.
Korngrößenverteilung & Klassifikation
Siebanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 zur Bestimmung der Kornabstufung und Bewertung der Verdichtbarkeit von Lieferböden und örtlichem Aushubmaterial.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Hamburg?
Der Preis für eine einzelne Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren liegt in Hamburg typischerweise zwischen €90 und €140 pro Messpunkt, abhängig von der Anzahl der Prüfstellen pro Tag, der Anfahrtsstrecke und ob der zugehörige Proctorversuch im Labor bereits vorliegt.
Für welche Bodenarten ist das Sandkegelverfahren in Hamburg geeignet?
Das Verfahren eignet sich ideal für die in Hamburg häufig verbauten sandigen und kiesigen Füllböden mit einem Größtkorn bis 63 mm. Bei den örtlichen bindigen Marschböden (Klei, Beckenschluff) ist es ebenfalls anwendbar, sofern die Prüfgrube standsicher ausgehoben werden kann. Nicht geeignet ist es für grobblockiges Schüttmaterial oder stark wassergesättigte, fließfähige Böden.
Wie viele Messpunkte pro Tag können Sie in Hamburg prüfen?
Unser Team schafft bei einem Einsatz im Stadtgebiet Hamburg in der Regel 8 bis 12 Messpunkte pro Tag, vorausgesetzt die Prüfstellen sind gut zugänglich und die erforderlichen Aushubtiefen von etwa 20 cm können zügig hergestellt werden.
Welche Norm ist für die Felddichtebestimmung in Deutschland bindend?
Die maßgebende Norm für die direkte Dichtebestimmung im Feld mittels Sandkegelverfahren ist die DIN 18125-2. Sie definiert den kompletten Versuchsablauf, die erforderliche Gerätekalibrierung und die Berechnung der Trockendichte. Die Bewertung des Ergebnisses erfolgt über den Verdichtungsgrad DPr in Verbindung mit der Laborreferenz aus dem Proctorversuch nach DIN 18127.