Wenn in Hamburg die hydraulische Presse unserer dreiachsigen Prüfmaschine anfährt, spürt man das leise Summen durch den Labortisch. Die zylindrische Bodenprobe – vielleicht ein steifer Geschiebemergel aus dem Bezirk Bergedorf oder ein toniger Schluff aus den Elbmarschen – wird mit einer Gummimembran umhüllt, in die Triaxialzelle eingebaut und einem Spannungszustand ausgesetzt, der die Tiefenlage unter einem geplanten Bauwerk nachbildet. Während der Belastung messen wir kontinuierlich axiale Kraft, Verformung und Porenwasserdruck. In Hamburg, wo der Untergrund zwischen 5 und 15 Metern Tiefe oft von bindigen Lockergesteinen und organischen Einlagerungen geprägt ist, liefert der Triaxialversuch Kennwerte, die ein einfacher Rahmenscherversuch nicht erreicht – vor allem, wenn es um die undränierte Scherfestigkeit für Gründungen im Grundwasser geht.
Ein Triaxialversuch zeigt, wie der Hamburger Baugrund sich verhält, wenn Auflast und Wasserdruck gleichzeitig wirken – die Realität unter jeder Fundamentplatte.
Arbeitsumfang in Hamburg

Risiken und Überlegungen in Hamburg
Hamburgs 2,5 Millionen Menschen leben auf einem Untergrund, der bei Tiefbauarbeiten regelmäßig für Überraschungen sorgt. Die quartären Ablagerungen der Elbe – Wechsellagerungen aus Sand, Klei und Torf – erreichen Mächtigkeiten von über 40 Metern. Wer hier ohne triaxiale Kennwerte rechnet, riskiert unrealistische Tragfähigkeitsannahmen, besonders bei den weichen organischen Schichten, die im Wilhelmsburger Viertel und entlang der Alster anzutreffen sind. Ein konsolidiert-undränierter CU-Test mit Porenwasserdruckmessung deckt auf, ob der Boden bei Belastung kontraktantes Verhalten zeigt und Porenwasserüberdrücke aufbaut – ein Szenario, das bei kurzfristiger Belastung, etwa während der Bauphase, zu plötzlichen Verformungen führen kann. In unserer Erfahrung mit Hamburger Infrastrukturprojekten war der Triaxialversuch oft das entscheidende Instrument, um die Sicherheit von Baugruben und die Gebrauchstauglichkeit von Flachgründungen nachzuweisen.
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Unsere Leistungen
Unser Labor in Hamburg führt den Triaxialversuch in drei Varianten durch, abgestimmt auf die Fragestellung des Projekts und die zu erwartenden Drainagebedingungen im Feld. Je nach Bauphase und Bodentyp empfehlen wir das passende Verfahren:
UU-Test (unconsolidated undrained)
Schnellbelastung ohne Drainage – liefert die undränierte Kohäsion cu für weiche bindige Böden, typisch für erste Standsicherheitsnachweise im Hamburger Klei.
CU-Test (consolidated undrained)
Mit Konsolidierungsphase und Porenwasserdruckmessung – ermittelt effektive Scherparameter φ´ und c´ sowie cu für Bauzustände, in denen sich der Porenwasserdruck noch nicht abgebaut hat.
CD-Test (consolidated drained)
Langsame Scherung mit vollständiger Drainage – für langfristige Betrachtungen, wenn das Porenwasser abfließen kann, relevant für Setzungsprognosen bei Dauerlast.
Probengewinnung und Transport
Beratung zur Entnahme ungestörter Proben mit Dünnwand-Entnahmegeräten in Hamburger bindigen Böden; schonender Transport ins Labor innerhalb von 24 Stunden.
Häufig gestellte Fragen
Wann brauche ich in Hamburg einen Triaxialversuch statt eines einfachen Rahmenscherversuchs?
Sobald Sie die effektiven Scherparameter φ´ und c´ benötigen oder den Einfluss des Porenwasserdrucks auf die Tragfähigkeit verstehen müssen – und genau das ist bei vielen Hamburger Böden der Fall. Die Elbmarschen und der Geschiebemergel stehen oft unter Grundwassereinfluss. Der Triaxialversuch erlaubt eine kontrollierte Drainage und Porenwasserdruckmessung, was der Rahmenscherversuch nicht leistet. Für Baugruben unterhalb des Grundwasserspiegels, für Dämme oder für die Bemessung von Tiefgründungen im Hafengebiet ist der Triaxialversuch nach DIN 18137-2 die aussagekräftigere Methode.
Welche Bodenarten aus dem Hamburger Raum lassen sich triaxial prüfen?
Wir prüfen feinkörnige bindige Böden – das sind vor allem der tonige Schluff und der Klei aus den Marschen, aber auch der steife Geschiebemergel, der in Hamburgs Nordosten, etwa in Volksdorf oder Rahlstedt, ansteht. Sande sind im Triaxialgerät ebenfalls prüfbar, sofern die Probenvorbereitung eine definierte Lagerungsdichte ermöglicht. Grenzen gibt es bei stark organischen Torfen mit hohem Faseranteil oder bei grobkörnigen Kiesen – hier sind andere Verfahren sinnvoller.
Wie lange dauert ein Triaxialversuch im Labor?
Das hängt vom Versuchstyp ab. Ein UU-Test kann innerhalb eines Tages abgeschlossen sein. CU- und CD-Versuche benötigen dagegen eine längere Konsolidierungsphase und eine langsamere Scherung, sodass mit 5 bis 10 Werktagen pro Probe zu rechnen ist. Bei umfangreichen Versuchsprogrammen mit mehreren Spannungsstufen und Wiederholungen kann die Bearbeitungszeit entsprechend steigen. Wir stimmen den Zeitplan mit Ihrem Bauablauf ab.
Was kostet ein Triaxialversuch für ein Bauvorhaben in Hamburg?
Die Kosten liegen im Bereich von 1.740 € bis 2.440 € pro Versuchsserie, abhängig vom Versuchstyp (UU, CU, CD), der Probenanzahl und dem Aufwand der Probenvorbereitung. Eine Serie umfasst in der Regel drei Einzelversuche bei unterschiedlichen Zelldrücken, um die Bruchgerade nach Mohr-Coulomb zu konstruieren. Für eine verbindliche Kalkulation benötigen wir die genaue Fragestellung und die Bodenansprache. Mehr Info.