In Hamburg sehen wir immer wieder, dass der Baugrund auf engstem Raum extrem wechselt. Eine belastbare bodenmechanische Untersuchung ist hier keine Formalität, sondern entscheidet über die sichere und wirtschaftliche Ausführung. Vom geschiebemergelgeprägten Geesthang in Blankenese bis zu den aufgefüllten Böden im Hafenbereich – die geotechnische Herausforderung liegt in der präzisen Erkundung dieser Übergänge. Wir kombinieren Feldaufschlüsse mit Laborversuchen nach DIN EN ISO 17892, um belastbare Kennwerte für die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit zu liefern. Bevor der erste Bagger rollt, muss der Untergrund in Hamburg verstanden sein. Eine Sondierung mit CPT kann hierbei in den oft heterogenen Schichten der Elbmarsch wertvolle Tiefenprofile liefern, die Ramm- oder Drehbohrungen sinnvoll ergänzen.
Ein Baugrund ohne Kennwerte ist kein Baugrund – erst die bodenmechanische Untersuchung macht aus Boden ein berechenbares Material.
Arbeitsumfang in Hamburg

Risiken und Überlegungen in Hamburg
Der Unterschied zwischen einer Gründung in Harvestehude und einem Bauvorhaben im Stadtteil Wilhelmsburg könnte kaum größer sein. Während in den elbnahen Geestbereichen tragfähige Sande und Geschiebemergel oft oberflächennah anstehen, kämpft man in den Marschgebieten und auf den ehemaligen Elbinseln mit mächtigen, setzungsempfindlichen Klei- und Torfschichten. Wird hier die bodenmechanische Untersuchung auf reine Sondierungen reduziert, übersieht man schnell die zeitabhängigen Verformungen der organischen Böden. Die größte Gefahr liegt in ungleichmäßigen Setzungen, die zu Rissen in aufgehendem Mauerwerk führen. Eine saubere Ermittlung der bodenmechanischen Parameter – insbesondere Steifemodul Es und Reibungswinkel – verhindert, dass die Tragwerksplanung auf falschen Annahmen aufbaut und später teure Sanierungen notwendig werden.
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Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum in der bodenmechanischen Untersuchung deckt die gesamte Laborstrecke ab – von der Probenvorbereitung bis zum komplexen Triaxialversuch. Wir arbeiten mit zertifizierten Prüfverfahren und liefern die Eingangswerte für jede geotechnische Berechnung.
Klassisches Laborprogramm für Flachgründungen
Bestimmung der Zustandsgrenzen, Korngrößenverteilung, Lagerungsdichte und einaxialen Druckfestigkeit. Auswertung nach DIN 18196 mit Angabe der Bodenklasse und des Verdichtungsgrads.
Erweiterte Versuche für Tiefbau und Spezialtiefbau
Rahmenscherversuche, Triaxialversuche (CD/CU) und eindimensionale Kompressionsversuche zur Ermittlung des Steifemoduls. Berechnung der Konsolidationsbeiwerte für bindige Schichten.
Häufig gestellte Fragen
Welche bodenmechanischen Untersuchungen sind für ein Einfamilienhaus in Hamburg nötig?
Für ein Einfamilienhaus reicht meist ein Programm mit Klassifikationsversuchen (Korngrößenverteilung, Konsistenzgrenzen) und einem Rahmenscherversuch. Bei weichen Marschböden im Hamburger Süden kommen wegen der Setzungsproblematik oft Kompressionsversuche hinzu. Die genaue Tiefe und Anzahl der Proben hängt vom Baugrundgutachten ab.
Wie lange dauert eine komplette bodenmechanische Untersuchung im Labor?
Die reine Laborzeit beträgt je nach Umfang zwischen 5 und 15 Arbeitstagen. Versuche mit Konsolidation, wie der Kompressionsversuch, benötigen naturgemäß mehr Zeit, da wir die Primärsetzung der Probe abwarten müssen. Wir liefern die Ergebnisse fortlaufend, sobald die Einzelversuche abgeschlossen sind.
Reichen die Sondierergebnisse oder muss ich zusätzlich Laborversuche beauftragen?
Sondierungen liefern Widerstandswerte, aber keine direkten Bodenkennwerte wie Reibungswinkel oder Steifemodul. Für jede statische Berechnung brauchen Sie die bodenmechanische Untersuchung der gestörten und ungestörten Proben. Nur so lassen sich Setzungen und Grundbruchsicherheit normkonform nachweisen.
Mit welchen Kosten muss ich für eine bodenmechanische Untersuchung rechnen?
Für ein typisches Programm mit Klassifikation, Scherversuchen und Kompressionsversuchen bewegen sich die Honorare in Hamburg im Bereich von €2.840 bis €5.280, abhängig von Probenanzahl und erforderlicher Versuchskomplexität.
Welche Normen wenden Sie bei der bodenmechanischen Untersuchung an?
Wir arbeiten nach der DIN EN ISO 17892-Reihe für die Laborversuche. Die Klassifikation der Proben erfolgt nach DIN EN ISO 14688 und DIN 18196. Die daraus abgeleiteten Kennwerte sind die Grundlage für die geotechnische Bemessung nach Eurocode 7 (DIN EN 1997-1).