Hamburg
Hamburg, Germany

SPT (Standard Penetration Test) in Hamburg – belastbare Baugrundkennwerte für die Hansestadt

Ein achtgeschossiger Wohnblock in Hammerbrook, gesetzt auf eine Quartärschicht aus Sand und Geschiebemergel. Der Rohbau stand, aber die ersten Setzungsmessungen zeigten ein asymmetrisches Verhalten. Erst eine gezielte SPT-Bohrung in Hamburg deckte auf, dass unter dem tragenden Sandpaket auf 9 Metern Tiefe eine locker gelagerte Beckenschlufflinse lag, die in der ersten Baugrunderkundung nicht auffiel. Solche Überraschungen sind im Hamburger Untergrund keine Seltenheit – die Wechsellagerung aus eiszeitlichen Sanden, Geschiebemergel und holozänen Weichschichten verlangt eine dichte Beprobung. Wir führen den Sondierungsversuch mit automatischem Fallhammer durch und zeichnen die Schlagzahlen lückenlos auf, damit Sie bereits im Vorfeld der Gründung wissen, was wirklich unter Ihrer Baugrube liegt. Gerade für schwer lastende Baukörper in Alsternähe reicht das Rammdiagramm allein nicht aus; wir brauchen die N60-Werte als Basis für jede Setzungsberechnung.

Die Schlagzahl N60 aus dem SPT-Versuch ist der direkteste Parameter für die Scherfestigkeit rolliger Böden, den wir im Feld messen können – ohne Probenstörung, ohne Laborverzug.

Arbeitsumfang in Hamburg

Das Hamburger Klima mit hohen Grundwasserständen und langen Regenperioden setzt dem Bohrgerät zu und beeinflusst die Eindringwiderstände merklich, sobald der Spiegel unter 2 Meter ansteht. Wir arbeiten fast ganzjährig mit einem schlammgespülten Bohrstrang oder Hohlschnecke, um das Bohrloch auch im gesättigten Feinsand der Elbmarsch stabil zu halten. Bei jedem SPT in Hamburg dokumentieren wir nicht nur den N30-Wert, sondern erfassen das gesamte Sondierprofil inklusive Bodenansprache nach DIN EN ISO 14688. Das hilft später bei der Korrelation mit CPT-Daten, denn wir kombinieren den SPT-Versuch oft mit einem CPT-Versuch auf dem gleichen Baufeld, um die Spitzenwiderstände direkt mit den Schlagzahlen zu eichen. Für Gründungen auf dem Geestrücken genügen oft zwei Sondierpunkte, aber in der Marsch und im Hafenrandbereich raten wir zu einem engeren Raster – die Mächtigkeit der Kleischicht variiert dort auf kürzester Distanz um mehrere Meter.
SPT (Standard Penetration Test) in Hamburg – belastbare Baugrundkennwerte für die Hansestadt
SPT (Standard Penetration Test) in Hamburg – belastbare Baugrundkennwerte für die Hansestadt
ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN ISO 22476-3:2012
Hammergewicht63,5 kg ± 0,5 kg
Fallhöhe760 mm ± 10 mm
GestängedurchmesserAW (43,7 mm) oder NW (54,0 mm)
SondierspitzeStandard-Spitzenschuh 51 mm, 60° Öffnungswinkel
EnergiemessungIntegrierter Beschleunigungssensor, ERi-Korrektur
AufzeichnungN30-Wert je 15 cm, N60-Auswertung mit Energiekorrektur

Demonstration video

Risiken und Überlegungen in Hamburg

Ein 63,5-kg-Fallhammer schlägt aus 76 cm Höhe auf das Gestänge, 60 Mal pro Sondierstrecke, während das Bohrteam den Eindringwiderstand über drei 15-cm-Abschnitte protokolliert. Klingt einfach, aber in Hamburg zwingt uns der Boden oft in den Grenzbereich der Norm. In den Schmelzwassersanden der Geest erreichen wir mitunter N-Werte über 50, die das Gestänge vibrieren lassen und eine vorzeitige Verfestigung vortäuschen können. Wir wechseln dann auf einen verlängerten Schlagzyklus und prüfen den Energieeintrag über die Hammerbeschleunigung, um die Effizienz nicht unter 60 % sinken zu lassen. Ein unkalibrierter Hammer auf einem schwimmenden Ponton im Harburger Binnenhafen lieferte uns einmal N-Werte, die um 40 % über dem tatsächlichen Widerstand lagen – erst die Referenzmessung mit dem CPT-Konus klärte den Fehler auf. Deshalb dokumentieren wir jede SPT-Bohrung in Hamburg mit einem Messprotokoll, das Seilreibung, Gestängelänge und Grundwasserstand explizit ausweist, wie es Eurocode 7 für den ergänzenden Nachweis GE-2 verlangt.

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Anwendbare Normen: DIN EN ISO 22476-3:2012 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Felduntersuchungen – Teil 3: Standard Penetration Test, DIN 4020:2010 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, Eurocode 7: DIN EN 1997-2:2010 – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN EN ISO 14688 – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden

Unsere Leistungen

Unser SPT-Angebot in Hamburg umfasst die bohrtechnische Ausführung, die normgerechte Auswertung und die Einbindung in Ihr Baugrundmodell:

SPT-Feldaufnahme mit Energieüberwachung

Schlagzahlenaufnahme über die gesamte Bohrstrecke mit kalibriertem automatischem Fallhammer. Wir messen den tatsächlichen Energieeintrag und liefern korrigierte N60-Werte, die direkt in Ihre Setzungsberechnung einfließen.

Kombinierte SPT-CPT-Sondierung

Auf schwierigen innerstädtischen Flächen mit heterogenem Baugrund führen wir im selben Bohrloch einen SPT und anschließend einen CPT-Versuch durch, um die Mantelreibung und den Spitzendruck mit den Schlagzahlen zu korrelieren.

Baugrundbeurteilung und Gründungsberatung

Wir interpretieren die N-Werte im Kontext der Hamburger Schichtenfolge, schätzen Reibungswinkel und Steifemoduln ab und geben eine klare Empfehlung für Flachgründung, Pfahlgründung oder Bodenverbesserung.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine SPT-Bohrung in Hamburg inklusive Auswertung?

Für eine normgerechte SPT-Bohrung nach DIN EN ISO 22476-3 in Hamburg müssen Sie mit Kosten zwischen €490 und €680 rechnen. Der Preis hängt von der Bohrtiefe, der Anzahl der Sondierstrecken und dem Aufwand für die Baustelleneinrichtung ab. In der engen Hamburger Innenstadt mit begrenzter Zufahrt oder auf Wasserflächen im Hafengebiet liegen die Kosten tendenziell am oberen Ende dieser Spanne.

Bis zu welcher Tiefe ist der SPT-Versuch in Hamburger Böden sinnvoll?

In den rolligen Sanden und Kiesen des Hamburger Geestrückens setzen wir den SPT bis etwa 30 Meter Tiefe ein – danach wird der Gestängewiderstand zu dominant. In den weichen Klei- und Torfschichten der Elbmarsch brechen wir meist früher ab, weil die Schlagzahlen unter N=3 fallen und der Versuch keine verwertbaren Werte liefert. Für tiefere Horizonte kombinieren wir den SPT mit Drucksondierungen (CPT).

Wie viele SPT-Sondierungen brauche ich für ein Mehrfamilienhaus in Hamburg?

Das hängt von der Baugrundhomogenität ab. Auf dem Geestrücken mit gleichmäßig gelagertem Sand reichen oft drei Sondierpunkte im Baufeld. In der Marsch oder im Hafenrandbereich, wo Kleilinsen und Torfeinlagerungen auf kurze Distanz wechseln, empfehlen wir mindestens fünf Sondierungen, um die Schichtgrenzen sicher zu interpolieren. Die genaue Anzahl legen wir nach Sichtung des Baugrundgutachtens und des geologischen Kartenmaterials fest.

Abdeckung in Hamburg